Welche Holzarten eignen sich am besten für den Ofen?

Lesedauer: 15 Min – Beitrag erstellt: 26. April 2026, zuletzt aktualisiert: 26. April 2026

Für einen effizienten und sicheren Betrieb deines Holzofens eignen sich vor allem gut getrocknete Harthölzer wie Buche, Esche und Eiche, ergänzt durch schnell brennende Nadelhölzer zum Anfeuern. Entscheidend sind neben der Holzart auch der Trocknungsgrad, die richtige Lagerung und passende Scheitgrösse.

Mit der passenden Kombination aus Hartholz und Nadelholz, einem Restfeuchtegehalt von idealerweise unter 20 Prozent und sauberer Verbrennung schonst du Ofen, Kamin und Umwelt und holst zugleich die maximale Heizleistung heraus.

Warum die Holzart überhaupt eine Rolle spielt

Die Holzart beeinflusst Heizwert, Brenndauer, Flammenbild, Funkenflug, Geruch und die Menge an Asche und Russ. Harthölzer haben eine höhere Rohdichte, enthalten pro Volumen mehr Energie und brennen ruhig und gleichmässig. Weichhölzer und viele Nadelhölzer brennen schneller ab, eignen sich aber sehr gut zum Anfeuern und für rasche Wärme.

Wenn der Ofen permanent schlecht zieht, die Scheibe rasch verrusst oder du ständig Holz nachlegen musst, passt meist entweder die Holzqualität oder die Holzart nicht zum Ofentyp und zur gewünschten Nutzung. Wer seine Holzsorten bewusst auswählt, spart Brennmaterial, reduziert Emissionen und muss den Kamin weniger häufig reinigen lassen.

Die besten Harthölzer zum Heizen im Ofen

Hartholz ist für das dauerhafte Heizen in Wohnräumen meist die erste Wahl. Es brennt lange, mit ruhiger Flamme und liefert viel Glut. Typische Vertreter sind Buche, Esche, Eiche, Ahorn und Obstbaumholz wie Apfel oder Birne.

Buche – der Klassiker für lange Heizabende

Buchenholz gilt im Alltag als sehr zuverlässiges Brennholz. Es hat einen hohen Heizwert, bildet eine stabile Glut und brennt mit schönem Flammenbild. Dadurch eignet es sich ideal für Wohnzimmeröfen, Kachelöfen und Cheminées.

Im Vergleich zu vielen anderen Holzsorten lässt sich Buche gut spalten, trocknet relativ gleichmässig und verursacht wenig Funkenflug. Wer einen klaren Favoriten für den Grundbedarf sucht, liegt mit Buchenholz selten daneben.

Esche – schnell entflammbar und dennoch ausdauernd

Eschholz verbindet einige Vorteile von Hartholz mit Eigenschaften, die man eher von Nadelholz kennt. Es brennt leicht an, obwohl es dicht und energiereich ist. Darum eignet es sich gut, wenn am Abend zügig Wärme entstehen soll, ohne ständig nachzulegen.

Viele Nutzer schätzen Esche, weil es vergleichsweise wenig Asche hinterlässt und dabei ein ruhiges Flammenbild bietet. In gut ausgelegten Feuerstätten läuft die Verbrennung damit oft besonders sauber ab.

Eiche – viel Energie, langer Glutstock

Eichenholz weist einen sehr hohen Heizwert auf und sorgt für einen langen Glutstock. Es ist damit bestens geeignet, um die Wärme über viele Stunden zu halten, etwa in einem Speicherofen oder einem gut isolierten Wohnraum.

Frisch geschlagen kann Eiche jedoch wegen der enthaltenen Gerbstoffe beim Verbrennen intensiver riechen und stärker rauchen. Erst nach ausreichender Lagerzeit und korrekter Trocknung zeigt sich das Holz von seiner besten Seite.

Obstbaumholz – edles Brennholz mit schöner Flamme

Holz von Apfel-, Birnen- oder Kirschbäumen fällt oft bei der Gartenpflege oder bei Rodungen an. Diese Hölzer haben eine hohe Dichte, liefern angenehmen Geruch und ein dekoratives Flammenbild, weshalb sie in Cheminées und Sichtöfen sehr beliebt sind.

Da Obstbaumholz meist nur in begrenzten Mengen vorhanden ist, eignet es sich hervorragend als Ergänzung zu Buche oder Esche, beispielsweise für besondere Abende oder zum Mischen einzelner Scheite im Feuerraum.

Nadelholz im Ofen: Wo es sinnvoll ist und wo Grenzen liegen

Nadelhölzer wie Fichte, Tanne oder Kiefer brennen leicht an und erzeugen schnell hohe Flammentemperaturen. Sie sind ideal, um das Feuer zu entfachen oder einen kühlen Ofen rasch auf Betriebstemperatur zu bringen. Gleichzeitig verbrennen sie schneller und können je nach Ofen zu stärkerem Funkenflug und mehr Russ führen.

Wer überwiegend mit Nadelholz heizt, muss meist häufiger nachlegen und Kamin sowie Rauchrohre regelmässig kontrollieren lassen. In vielen Schweizer Haushalten wird deshalb ein Mischbetrieb bevorzugt: anfeuern mit Nadelholz, durchheizen mit Hartholz.

Fichte und Tanne – ideal zum Anfeuern

Fichten- und Tannenholz trocknen relativ rasch, sind leicht und sehr gut spaltbar. Sie entzünden sich schnell, was sie perfekt für die Startphase des Feuers macht. Dünne Scheite oder Anzündspäne aus Fichte oder Tanne bringen den Ofen zuverlässig in Schwung.

Als alleinige Hauptbrennstoffe sind sie weniger geeignet, wenn du eine lange Glutphase wünschst. Wer sie verstärkt einsetzt, sollte auf ausreichend hohe Verbrennungstemperaturen achten, damit die harzreichen Bestandteile möglichst vollständig abbrennen.

Kiefer und Lärche – starke Flamme, mehr Harz

Kiefer und Lärche enthalten spürbar mehr Harz als Fichte oder Tanne. Dadurch erzeugen sie lebhafte Flammen, werden schnell sehr heiss, neigen aber auch eher zum Spritzen und Funkenflug. Für offene Cheminées sind sie nur bedingt geeignet, hinter einer Ofentür häufig aber problemlos nutzbar.

Bei der Verwendung dieser Hölzer ist eine gute Trocknung wichtig. Feuchtes, harzreiches Holz führt rasch zu Verschmutzungen im Kamin und kann die Scheibe stärker verschmieren.

Wie der Trocknungsgrad die Holzqualität bestimmt

Unabhängig von der Baumart ist der Feuchtigkeitsgehalt entscheidend für Heizwert, Emissionen und das Wohlbefinden im Raum. Frisches Holz enthält häufig mehr als 40 Prozent Wasser. Ein grosser Teil der Energie verpufft dann beim Verdampfen, statt als Wärme im Raum anzukommen.

Als ideal gilt ein Restfeuchtegehalt von unter 20 Prozent. In dieser Spanne entzündet das Holz gut, brennt ruhig und sauber, und die Schadstoffemissionen bleiben deutlich niedriger. Viele Kaminhersteller und Schornsteinfeger empfehlen, diese Marke möglichst einzuhalten.

Wie lange Holz trocknen sollte

Die Dauer der Trocknung hängt von Holzart, Scheitgrösse, Lagerort und Luftzirkulation ab. Hartholz in 25–33 Zentimeter langen Scheiten benötigt im Freien meist rund zwei Heizperioden, bis es ausreichend trocken ist. Nadelholz kann je nach Bedingungen schon nach einer Saison bereit sein.

Wer Holz selbst lagert, plant am besten einen Vorlauf von ein bis drei Jahren ein. Damit entsteht ein kleiner Puffer, der Temperatur- und Witterungsschwankungen ausgleicht und dauerhaft gut brennbares Material sichert.

Feuchtigkeit selbst prüfen

Ohne Messgerät lässt sich der Trocknungszustand nur grob einschätzen: Trockene Scheite klingen beim Zusammenschlagen heller und klarer, Rinde löst sich leichter und das Gewicht ist merklich geringer als bei frischen Stücken.

Verlässlicher ist ein einfaches Holzfeuchtemessgerät. Dabei wird an einer frisch gespaltenen Fläche gemessen, da die Oberfläche oft trockener ist als der Kern. Zeigt das Gerät Werte unter 20 Prozent an, eignet sich das Holz im Normalfall gut für den Ofen.

Die passende Scheitgrösse für deinen Ofen

Neben Holzart und Feuchtigkeit spielt die Scheitgrösse eine grosse Rolle. Zu dicke Stücke entzünden sich schlecht, zu dünne brennen rasant herunter. Der Hersteller deines Ofens gibt meist eine empfohlene Scheitlänge und einen ungefähren Durchmesser an.

In vielen Schweizer Öfen haben sich Längen zwischen 25 und 33 Zentimetern bewährt. Für kleine Feuerstätten oder Schwedenöfen sind mitunter kürzere Stücke sinnvoll, während grosse Kachelöfen auch längere Scheite aufnehmen.

Wann sich dünne Scheite lohnen

Dünnere Scheite mit kleinerem Durchmesser bringen schneller Flamme in den Feuerraum und eignen sich gut, um einen kühlen Ofen hochzuheizen oder um am Morgen aus einem Restglutbett wieder ein offenes Feuer zu machen. Sie reagieren empfindlicher auf zu hohe Feuchtigkeit, weshalb gute Trocknung hier besonders wichtig ist.

Wer sein Feuer gerne dynamisch steuert, nutzt eine Mischung aus etwas dickeren und dünneren Stücken. So lässt sich die Leistung im Alltag flexibler anpassen.

Holzkombinationen für verschiedene Heizgewohnheiten

In der Praxis hat sich eine abgestimmte Kombination verschiedener Holzsorten oft als am bequemsten erwiesen. Je nach Tageszeit, Aussentemperatur und Wunsch nach sichtbarer Flamme oder langer Glut lassen sich die Anteile variieren.

Holz für den Feierabend im Wohnzimmer

Für gemütliche Abende im Wohnbereich eignet sich eine Basis aus Buche oder Esche, ergänzt um kleinere Mengen Nadelholz zum Anzünden. So entsteht rasch eine ansprechende Flamme, die dann lange anhält, ohne dass alle paar Minuten Holz nachgelegt werden muss.

Wer gerne ein besonders schönes Flammenbild hat, legt gelegentlich ein Scheit Obstbaumholz dazu. Das sorgt für etwas Abwechslung und angenehmen Duft, ohne dass der Holzvorrat schnell erschöpft ist.

Holz für Dauerbetrieb an kalten Tagen

An sehr kalten Wintertagen oder beim Heizen mit einem Speicher- oder Kachel­ofen steht die Wärmespeicherung im Vordergrund. Hier spielen Harthölzer mit hohem Heizwert ihre Stärke aus. Eine Mischung aus Buche, Esche und etwas Eiche kann helfen, über viele Stunden eine stabile Grundwärme zu halten.

Für die Anheizphase empfiehlt sich zusätzlich eine kleine Menge Fichte oder Tanne. Nach dem raschen Aufheizen kann dann vollständig auf Hartholz umgestellt werden, um den Ofen möglichst effizient zu betreiben.

Holz für gelegentliche Nutzung in der Ferienwohnung

In Ferienhäusern, die nur am Wochenende oder in den Ferien bewohnt werden, geht es häufig darum, einen ausgekühlten Raum schnell aufzuheizen. Dafür eignen sich relativ schlanke Scheite aus Nadelholz für den Start und anschliessend Esche oder Buche, um die erreichte Temperatur zu stabilisieren.

Wer nur selten vor Ort ist, achtet beim Lagern besonders auf Schutz vor Feuchtigkeit. Ein gut belüfteter, möglichst überdachter Platz ist hier wichtiger als eine grosse Sortenvielfalt.

Schrittfolge: So legst du Feuerholz sinnvoll in den Ofen

Die Art, wie das Holz im Ofen platziert wird, beeinflusst Zündung, Flammenverlauf und Emissionen. Viele Probleme mit Russ, Rauch und schlechter Sicht auf die Flamme entstehen durch eine unpassende Schichtung oder zu grosses Holz.

Eine häufig bewährte Vorgehensweise beim Anfeuern von oben ist:

  • Aschebett im Ofen leicht ebnen und zu hohe Aschemenge entfernen.
  • Einige gröbere Hartholzscheite unten platzieren, dazwischen etwas Abstand für Luft lassen.
  • Darauf eine Schicht dünnerer Nadelholzscheite oder Anzündholz legen.
  • Ganz oben einen Naturanzünder und ein paar sehr feine Späne platzieren.
  • Luftzufuhr zu Beginn weit öffnen, damit das Feuer schnell in Gang kommt.
  • Wenn alles gleichmässig brennt, Luftzufuhr nach Herstellerangabe etwas reduzieren.

Dieses Prinzip sorgt dafür, dass die entstehenden Gase von oben nach unten durch eine heisse Flammzone geführt werden und sauberer verbrennen. Der Ofen erreicht schneller die erforderliche Temperatur, und Russbildung in der Anheizphase wird reduziert.

Erkennungszeichen für gutes Ofenholz

Auch ohne Fachwissen lässt sich mit einigen einfachen Beobachtungen abschätzen, ob das verfügbare Holz für den Ofen taugt. Wer diese Merkmale im Blick behält, vermeidet viele typische Probleme im Alltag.

Gutes Brennholz weist folgende Eigenschaften auf:

  • heller, klarer Klang beim Zusammenschlagen der Scheite
  • trockene, rissige Stirnflächen
  • Rinde sitzt locker oder löst sich teilweise
  • kein muffiger, erdiger Geruch
  • keine sichtbaren Schimmelspuren
  • gleichmässig gespaltene Stücke ohne extreme Übergrösse

Wenn du Holz kaufst, lohnt es sich, ein, zwei Scheite zu prüfen, statt nur auf die Optik der gesamten Palette zu vertrauen. So stellst du sicher, dass nicht nur die äussere Schicht trocken wirkt, während innen noch viel Feuchtigkeit steckt.

Häufige Fehler bei der Holzwahl und wie du sie vermeidest

Viele Probleme mit dem Holzofen gehen auf typische Fehlentscheidungen bei Holzart, Trocknung oder Lagerung zurück. Wer diese Stolpersteine kennt, kann sie im Alltag gezielt umgehen.

Zu feuchtes Holz verwenden

Feuchtes Holz führt zu starkem Rauch, wenig Wärme und schneller Verschmutzung von Kamin und Ofenscheibe. Die Verbrennung läuft bei niedriger Temperatur, unverbrannte Stoffe lagern sich im Rauchkanal ab, und die Scheibe muss ständig gereinigt werden.

Abhilfe schafft eine konsequente Trocknung über mindestens eine Saison, besser länger, sowie eine regelmässige Kontrolle mit einem Feuchtigkeitsmessgerät. Wer Brennholz kauft, fragt gezielt nach der Lagerdauer und achtet auf eine luftige Lagerung nach der Lieferung.

Ungeeignete Hölzer oder Abfälle verbrennen

Beschichtete Hölzer, Spanplatten, verleimte Möbelreste oder behandeltes Bauholz gehören auf keinen Fall in den Ofen. Beim Verbrennen entstehen Schadstoffe, die Gesundheit und Umwelt belasten und den Kamin angreifen können.

Auch lackierte oder stark verschmutzte Naturhölzer sollten entsorgt statt verheizt werden. Im Zweifel nutzt du lieber nur eindeutig unbehandeltes, sauberes Scheitholz aus sicherer Quelle.

Nur eine Holzart nutzen

Wer ausschliesslich eine einzige Holzsorte verwendet, verzichtet oft auf Vorteile, die eine kluge Mischung bieten kann. Nur Hartholz erschwert manchmal das Anheizen, nur Nadelholz ist im Verbrauch hoch und erfordert laufend Nachschub.

Eine abgestimmte Kombination aus schnell brennenden Hölzern für die Startphase und energie­reichen Harthölzern für die Glutphase sorgt für mehr Bedienkomfort und reduziert den Bedarf an Brennmaterial.

Optimale Lagerung von Feuerholz im Alltag

Die beste Holzart bringt wenig, wenn Lagerung und Belüftung nicht stimmen. Ziel ist, Regen und aufsteigende Bodenfeuchtigkeit fernzuhalten und gleichzeitig genügend Luftzirkulation zu ermöglichen, damit das Holz austrocknen kann.

Aussenlagerung am Haus

Viele Haushalte stapeln ihr Holz an einer Aussenwand unter einem Vordach oder einem Holzunterstand. Wichtig ist ein Abstand zum Boden, zum Beispiel durch Paletten oder Querhölzer. So kann Luft unter den Scheiten zirkulieren, und Spritzwasser vom Boden wird ferngehalten.

Die Stirnseiten der Scheite sollten möglichst im Luftzug liegen, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Eine leichte Abdeckung von oben genügt, dichte Folien bis zum Boden behindern die Trocknung und können Schimmelbildung fördern.

Innenlagerung und Ofennähe

Ein kleiner Vorrat direkt neben dem Ofen oder im Wohnraum ist praktisch, um tägliche Wege zu sparen. Dort platzierst du idealerweise bereits durchgetrocknetes Holz, das nur noch leicht nachwärmen soll.

Rohes oder halbtrockenes Holz gehört nicht in geschlossene Kellerräume ohne ausreichende Lüftung. Es würde dort eher Feuchtigkeit an die Umgebung abgeben, für muffigen Geruch sorgen und im schlimmsten Fall schimmeln.

Wie du den Bedarf je nach Haus und Ofen einschätzt

Der tatsächliche Holzbedarf hängt von vielen Faktoren ab: Hausdämmung, Ofenleistung, Höhe und Zug des Kamins sowie natürlich der persönlichen Heizgewohnheit. Ein gut gedämmtes Einfamilienhaus benötigt deutlich weniger Brennholz als ein altes, wenig isoliertes Gebäude.

Für eine grobe Einschätzung hilft es, die erste Heizsaison bewusst zu beobachten: Wie viele Ster oder Raummeter Holz verbrauchst du in einem typischen Winter? Wenn du das mit der gefühlten Raumtemperatur abgleichst, kannst du im Folgejahr Holzart und Mengen besser planen.

Beispiele aus typischen Wohnsituationen

Mehrfamilienhaus mit kleinem Schwedenofen

In einer Wohnung mit begrenztem Lagerplatz bietet sich ein Mix aus Esche oder Buche für den Grundbedarf und etwas Fichtenholz zum Anzünden an. Die Scheitlängen liegen meist bei 25 Zentimetern, damit sie gut in den kleineren Feuerraum passen.

Da der Ofen selten als alleinige Hauptheizung dient, geht es eher um Behaglichkeit am Abend als um maximalen Energieertrag. Ein kleiner Vorrat an hochwertigem Hartholz reicht hier oft für eine ganze Saison.

Einfamilienhaus mit Kachelofen

In einem frei stehenden Haus mit grossem Kachelofen steht die Speicherleistung im Vordergrund. Hier lohnt sich der Einkauf oder die eigene Aufbereitung von dichterem Hartholz mit hohem Heizwert, insbesondere Buche und Eiche.

Die Trocknungszeit wird von Beginn an eingeplant, sodass stets Holz für mehrere Jahre im Wechsel vorhanden ist. Wer das konsequent organisiert, profitiert von einem sehr stabilen Heizverhalten und reduziert den Bedarf an zusätzlicher Heizenergie.

Bergchalet oder Ferienhaus im Alpenraum

In höher gelegenen Regionen steht häufig Nadelholz aus den umliegenden Wäldern im Vordergrund. Esche oder Buche stammen dann oft aus Zukauf oder tieferen Lagen. In diesen Fällen bietet sich an, Nadelholz stark für die Anheizphase und für rasche Temperaturgewinne zu nutzen und verfügbare Harthölzer gezielt für lange Abende oder kalte Nächte aufzusparen.

Mit einer klar strukturierten Lagerordnung, bei der Nadelholz und Hartholz getrennt liegen, behalten Nutzer besser den Überblick und setzen ihre Vorräte gezielt ein.

Häufige Fragen zu geeignetem Holz für den Ofen

Welche Holzarten brennen im Wohnzimmerofen am angenehmsten?

Für einen ruhigen Abend im Wohnzimmer eignen sich Buche, Esche und gut abgelagertes Obstbaumholz sehr gut. Diese Hölzer liefern eine gleichmässige Wärme, bilden einen stabilen Glutstock und sorgen für eine schöne Flamme ohne starke Rauchentwicklung.

Kann ich im Ofen auch frisches Holz aus dem Wald verbrennen?

Frisch geschlagenes Holz sollte niemals direkt in den Ofen, weil der hohe Wassergehalt zu viel Rauch, schlechte Verbrennung und Ablagerungen im Kamin verursacht. In der Regel braucht Brennholz in der Schweiz mindestens zwei Sommer an einem luftigen, trockenen Platz, bevor es in den Wohnraumofen darf.

Welcher Feuchtigkeitswert ist für Ofenholz ideal?

Für moderne Öfen gilt eine Holzfeuchte von etwa 15 bis 20 Prozent als optimal. Liegt der Wert deutlich darüber, sinkt der Wirkungsgrad, und es entstehen mehr Russ und Kondensate im Rauchrohr.

Ist Nadelholz im Schwedenofen erlaubt?

Nadelholz ist in vielen Schwedenöfen erlaubt, sofern das Ofenhandbuch dies zulässt und das Holz gut trocken ist. Es eignet sich besonders zum Anfeuern, weil es rasch auf Temperatur kommt, sollte für lange Heizphasen aber besser mit Hartholz kombiniert werden.

Darf ich lackiertes oder verleimtes Holz im Ofen verbrennen?

Lackierte, verleimte oder beschichtete Hölzer gehören nie in den Wohnraumofen, weil beim Verbrennen Schadstoffe und giftige Dämpfe freigesetzt werden. Solches Material muss gemäss den lokalen Entsorgungsrichtlinien auf dem Werkhof oder bei einer entsprechenden Sammelstelle abgegeben werden.

Welche Rolle spielt die Scheitgrösse beim Heizen?

Kleinere Scheite entzünden sich schneller und sind ideal zum Anfeuern oder für kurze Heizphasen, während grössere Stücke länger brennen und den Glutstock stabil halten. Wer den Ofen mehrere Stunden betreiben will, kombiniert kleine Anzündscheite mit zwei bis drei grösseren Hartholzstücken.

Wie erkenne ich, ob mein Brennholz wirklich trocken genug ist?

Trockenes Holz ist deutlich leichter, zeigt feine Trocknungsrisse an den Stirnseiten und klingt beim Zusammenschlagen eher hell und klar. Am sichersten ist ein Holzfeuchtemessgerät, mit dem du den Wert im Kern des Scheits prüfst.

Welche Holzarten eignen sich für lange Heizphasen in kalten Winternächten?

Für ausgedehnte Heizperioden eignen sich vor allem Buche, Eiche, Esche und andere dichte Harthölzer mit hohem Brennwert. Sie entwickeln viel Wärme pro Scheit und halten die Glut länger, wodurch weniger oft nachgelegt werden muss.

Ist Holzbrikett eine Alternative zu Scheitholz?

Holzbriketts aus unbehandelten Sägespänen können eine sinnvolle Ergänzung zu Scheitholz darstellen, sofern sie vom Ofenhersteller freigegeben sind. Sie haben eine gleichmässige Qualität und oft einen hohen Brennwert, benötigen aber etwas Anpassung bei Luftzufuhr und Nachlegeintervallen.

Wie lagere ich Holz in der Schweiz am besten, damit es gut austrocknet?

Idealerweise stapelst du das Holz an einem sonnigen, gut belüfteten Ort unter einem Dach oder mit einer Abdeckung von oben, während die Seiten offen bleiben. Zwischen den Reihen sollte ein kleiner Abstand bleiben, damit Luft zirkulieren kann, und die unterste Lage steht am besten auf Latten oder Paletten statt direkt auf dem Boden.

Darf ich Treibholz oder Holz vom Seeufer im Ofen nutzen?

Treibholz ist wegen möglicher Salz- und Schadstoffbelastung für Wohnraumöfen nicht geeignet. Das Salz kann Korrosion im Ofen und im Kamin fördern und die Verbrennung negativ beeinflussen.

Welche Sicherheitspunkte sollte ich beim Heizen mit Holz immer beachten?

Halte stets den empfohlenen Abstand zwischen Ofen und brennbaren Materialien ein und bewahre Holz nie direkt neben der Feueröffnung auf. Ein regelmässig gewarteter Kamin, ein passender Funkenschutz und ein funktionierender Rauchwarnmelder erhöhen die Sicherheit im Haus deutlich.

Fazit

Für effizientes und gemütliches Heizen im Wohnraumofen bewährt sich gut getrocknetes Hartholz wie Buche, Esche oder Eiche, ergänzt durch etwas Nadelholz zum Anfeuern. Wer auf den Feuchtigkeitsgehalt, die Scheitgrösse und eine saubere Lagerung achtet, schont den Ofen, den Kamin und die Umwelt. Mit einer sorgfältigen Holzwahl wird jede Heizsaison zuverlässiger, sicherer und angenehmer.

Checkliste
  • Aschebett im Ofen leicht ebnen und zu hohe Aschemenge entfernen.
  • Einige gröbere Hartholzscheite unten platzieren, dazwischen etwas Abstand für Luft lassen.
  • Darauf eine Schicht dünnerer Nadelholzscheite oder Anzündholz legen.
  • Ganz oben einen Naturanzünder und ein paar sehr feine Späne platzieren.
  • Luftzufuhr zu Beginn weit öffnen, damit das Feuer schnell in Gang kommt.
  • Wenn alles gleichmässig brennt, Luftzufuhr nach Herstellerangabe etwas reduzieren.

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